Bergischer Geschichtsverein
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Veranstaltungen im September

Liebe Mitglieder, 

der September ist noch eine Weile hin, aber schon heute erhalten Sie unsere Nachrichten. Der Grund dafür ist einfach. Schon ab dem 1. September geht beim BGV mit Veranstaltungen los und da wäre das letzte August-Wochenende doch arg kurz gewesen. 

Veranstaltungen des BGV Wuppertal:
Der Monat September beginnt mit einem wirklichen Ereignis. Am 1. September 2016 um 19.30 Uhr wird im Theater im Engelsgarten Karl Otto Mühl zu seinem 90 Geburtstag gewürdigt.  Unter dem Titel „Sich selbst in der Zeit begegnen“ – Karl Otto Mühl: Leben und schreiben werden verschiedene Gespräche geführt und Erinnerung an das 20 Jahrhundert wieder wach.  Der 1923 in Nürnberg geborene und seit 1929 in Wuppertal aufgewachsene Karl Otto Mühl schrieb zahlreiche Romane; Theater führten seine dramatische Literatur auf. Filme und Hörspiele wurden veröffentlicht, Lyrik und Aphorismen entstanden. Karl Otto Mühl ist bis heute schriftstellerisch erfolgreich aktiv. An diesem Abend wird es sowohl um den Künstler Karl Otto Mühl gehen als auch um den scharf beobachtenden Zeitzeugen nahezu eines Jahrhunderts. In Interviews mit dem Historiker Prof. Dr. Wolfgang Heinrichs und der Moderatorin des Abends, Beatrix Burghoff, wird Mühl sich an die Zeit des Nationalsozialismus, den zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit erinnern. Die Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland hat er schreibend mitvollzogen und er wird auch an diesem Abend hierzu einiges zu sagen haben. Mühls gleichaltriger Freund Arnfried Saddai und sein ehemaliger Verleger Dr. Karl Heinz Braun vom Verlag der Autoren sowie sein Schriftstellerfreund Hermann Schulz werden sich gemeinsam mit ihm erinnern. Der Regisseur und Autor Torsten Krug referiert über den Schriftsteller. Der Schauspieler Stefan Walz von den Wuppertaler Bühnen liest Mühls Texte, der Musiker Christoph Spengler begleitet den Abend musikalisch. Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit Susanne Abbrederis, Intendantin des Schauspiels der Wuppertaler Bühnen. Der Eintritt beträgt 6 Euro. In der Pause wird ein kostenloser Imbiss angeboten.

Die Zeit vom 7. bis zum 10. September steht ganz im Zeichen des Barmer Ostens und der Grenzregionen von Wuppertal. Wichlinghausen und der Barmer Nordosten wollen am 7. September 2016 erkundet werden. Reiner Rhefus bietet um 15.00 Uhr eine Führung auf den Spuren der Industriekultur durch Wichlinghausen an. Unter dem Motto „Barmer Artikel“ – Spitzen, Litzen und Bänder zeigt die großartige Industriearchitektur im Osten des Stadtteils. Treffpunkt ist die Haltestelle Allensteiner Straße in der selben. Pro Person sind 5,- € zu entrichten. Später am Tag, um 18.00 Uhr, bietet der BGV gemeinsam mit der Kirchengemeinde Wichlinghausen-Nächstebreck und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege in der Erlöserkirche, Stahlstraße 9, einen Vortrag unseres Schriftführers Heiko Schnickmann zum Thema „Mord, Streit und fromme Christen – Der Wuppertaler Nordosten im 18. Jahrhundert“. Das 18. Jahrhundert begann in Barmen kirchlich mit einem lauten Knall, als sich die Gemarke von der Muttergemeinde Schwelm löste. Die Lutheraner in Oberbarmen zogen nach, geführt und finanziert von einer wohlhabenden, pietistischen Kaufmannsschicht. Oberbarmer und Schwelmer Protestanten standen sich unerbittlich glaubensfest gegenüber, so dass ein pietistischer Arzt sogar meinte, dem berühmtesten Philosophen Paroli bieten zu müssen, während Johann Wolfgang Goethe sich aufmachte, einen pietistischen Wichlinghauser Pfarrer zu treffen. Im Wuppertaler Nordosten zeigt das Jahrhundert der Aufklärung exemplarisch dunkle Seiten, die es zu belichten gilt. Einen Tag später, am 8. September 2016, 17.00 Uhr  wird der östlichste Teil Wuppertals genauer erkundet. Margret Hahn zeigt die Entwicklung Langerfelds vom Dorf hin zu einem Stadtteil Wuppertals. Das 1922 nach Barmen eingemeindete Langerfeld lebte vor allem von der Textilindustrie, Spezialität war die Spitzenklöppelei, für die 1877 eine Maschine erfunden wurde, die viele Arbeitsplätze schuf. Langerfeld lag an der Grenze Westfalens zur rheinischen Textilmetropole Barmen. Textilindustrie und die Verkehrslage zwischen Rheinland und Westfalen führten zu einem starken Wachstum Langerfelds. Die entstehende urbane Infrastruktur ist typisch für Urbanisierung im Umfeld der Industriemetropolen. Man trifft sich direkt am Langerfelder Markt. Die Führung kostet 5,-€ Am 10. September schließlich geht es im Wuppertaler Südosten weiter. Heinz-Werner Putzke führt ab 15.00 Uhr durch Beyenburg. Er bietet eine Führung durch den idyllischen Ort, der geprägt ist durch die Nutzung der Wasserkraft. Weitere Themen sind die alte Hansestraße mit Wupperbrücke, Gaststätte und Vorspannstation „Porta Westfalica“ (ca. 1470), das „Napoleonstor“, ein Straßendurchbruch von 1811, und die Eisenbahnlinie von 1890. Die Kosten belaufen sich pro Person auf 5,-€. Treffpunkt ist die Haltestelle Beyenburg Mitte. 

Aber auch andere Teile Wuppertals kommen im September auf ihre Kosten. Schon am 11. September um 14.00 Uhr führen Walter Friedrichs und Johannes Beumann durch Cronenberg und erkunde. n die Entwicklung der Metallindustrie vom Erzabbau bis zur Werkzeugbau. In den Tälern rund um Cronenberg wurde Eisenerz abgebaut, und hier befanden sich Hammerwerke und Schleifkotten. Auf dem Weg durch das Kaltenbachtal zur Kohlfurth trifft man auf die Spuren der Wasserkraftanlagen und kann den Manuelskotten, den letzten erhaltenen Wuppertaler Schleifkotten, besichtigen. Die Rückfahrt ist mit der Bergischen Museumsbahn möglich. Treffpunkt ist der Eingang des Friedhofs in der Schorfer Straße. Die Kosten belaufen sich auf 5,- €.  Am 24. September b 14.00 Uhr wird zusammen mit Dr. Arno Mersmann das Zoo-Viertel erkundet. Von der Schwebebahnhaltestelle Zoo (Treffpunkt) aus wird das wunderschöne Villenviertel vor den Toren der Stadt fachkundig erläutert werden. Der Preis p. P. Beläuft sich auf 5,- €.  

Auch für September steht zudem eine Exkursion an. Am 22. September tauchen wir in das oftmals übersehene Mittelalter der Niederlande ein und besuchen die Hansestadt Zutphen im Gelderland. Es sind noch ein paar Plätze frei. Mehr Informationen gibt es unter schnickmann@itigefo.de. 

Veranstaltungen anderer Organisationen von Interesse: 

Manchmal passieren Dinge so schnell, dass man sie gar nicht vorher mitteilen kann, daher gibt es zunächst einen Nachtrag zum Monat August:  Der Bürgerverein „Wir in Wichlinghausen“ lädt am 23. August 2016 um 18.00 Uhr zur Matinee in das Stadtteilzentrum Wiki (Wichlinghauser Kirche) Westkotter Str. 194. Dort wird die Wichlinghauser Tourismusroute „Eine Stunde Wichlinghausen“ vorgestellt. Heiko Schnickmann wird einige ausgewählte Orte der Route bekannt amüsant beschreiben. Musikalisch wird die bergische Musikgruppe Quasitett für eine abwechslungsreiche Untermalung sorgen. Auch für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Der Eintritt ist frei. 

Am 1. September 2016 gibt es in der Bergischen VHS, Auer Schulstraße 20, um 19.00 Uhr einen Vortrag unseres Schriftführers Heiko Schnickmann über Goethe in Wuppertal. Unter dem Titel „Ein Stürmer zwischen Pietisten“ wird über das Wuppertal im 18. Jahrhundert und über die Gründe für Goethes Besuch aufgeklärt. Die Teilnahme kostet 6,- €. 

Am 4. September, um 14.00 Uhr berichtet Reiner Rhefus im Engelshaus, Engelsstr. 10, über 175 Jahre Eisenbahn in Wuppertal. Anfang September 1841 wurden der Güterverkehr zwischen Elberfeld und Düsseldorf an den Rhein aufgenommen. Nach drei Jahren Bauzeit und weitaus längeren Planungen war dieses entscheidende Projekt für die Zukunft der Städte endlich reali­siert. Die Führung berichtet von der Pionierarbeit dieser ersten dampfbetriebenen Bahnstrecke in Westdeutschland und der Entwicklung der Eisenbahn im Wuppertal. 

Am 11. September findet dieses Jahr der Tag des offenen Denkmals statt, der sich diesmal dem Denkmalsschutz widmet. Zahlreiche Gebäude sind geöffnet und laden zum Besichtigen ein. Hinzu kommen Führungen durch Stadtteile und auch das Historische Zentrum. Mehr Informationen dazu kann man hier finden: http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/nw/kreisfrei/12074/ 

Am 17. September führt unser Schriftführer Heiko Schnickmann durch den Stadtteil Nächstebreck, dessen Ersterwähnung sich dieses Jahr zum 530. Male jährt, auch wenn einzelne Höfe wesentlich älter sind. Die Führung zeigt Entwicklungen auf und klärt etwa Fragen nach dem Junker in der Junkersbeck, auch wo der Architekt der ersten Wichlinghauser Kirche wohnte und wie sich die Nächstebrecker selbst verwalteten. Treffpunkt ist die Hottensteiner Kirche um 15.00 Uhr. 

Am 25. September, um 15.00 Uhr widmet sich Ute Senger im Engelshaus, Engelsstr. 10, der Kinderabreit im Wuppertal. Denn auch bei uns kam es zur Zeit der Früh­industrialisierung zu massiver Kinderarbeit. Bei extrem langen Tagen, wenig Lohn und ge­fährlichen Arbeitsplätzen blieben die Folgen nicht aus: hohe Kindersterblichkeit, fehlender Schulbesuch, Wehruntauglichkeit. 

Mit den besten Grüßen
Vorstand und Beirat



20.08.2016

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